es gibt diese momente immer wieder in denen ich zu früh vom tisch aufstehe und in großbuchstaben die gesellschaft verlasse, so wie heute, und das nicht aus müdigkeit oder völlegefühl oder weil der nachdurst ausbleibt, sondern weil der hals kratzt von den zigaretten und irgendetwas in mir sich nach absoluter externer stille sehnt.

dann laufe ich die straße lang, immer begleitet von latenter angst, doch noch mal nach 7 jahren von gauklern oder chabos überfallen zu werden, im ohr spielt meine customized filmmusik und es tröpfelt unangenehmer, aber irgendwie doch passender regen auf meinen kopf, der mich bis nach hause einweicht. all meine gedanken schwärmen in unterschiedliche richtungen aus, meistens ist gar nichts tiefsinniges dabei, dass dieses vorzeitige abtreten vom bartresen entschuldigen könnte. aber darum geht es auch nicht.

manchmal haben menschen, egal wer sie sein mögen, eine migränische aura für mich, jedes wort ein trigger, jeder blick eine hand, die sich um meine kehle legt und sagt: dir fällt nichts mehr ein, was substanz hat. batterien aufladen würden das die einen nennen, ich nenne es vor erschöpftheit in die horizontale kollabieren.

schnell aufstehen und gehen. mein vater ist auch so, das belastet mich daran am meisten.

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