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06.2017 / Acedia 

Acedia [ake:d’ia] (latinisiert aus griech. ἀϰήδεια „Sorglosigkeit“, „Nachlässigkeit“, „Nichtsmachenwollen“ von ϰῆδος kēdos „Sorge“) ist ein Ausdruck der christlichen Spiritualität und bezeichnet eine Haltung, die sich „gegen Sorge, Mühe oder Anstrengung wendet“ und darauf „mit Abneigung, Überdruß oder Ekel“ reagiert.[1]

Die Haltung der Acedia wird theologisch vielfach dahingehend verstanden, dass einem insbesondere das zu viel ist, was Gott von einem verlangt, „letztlich als eine Verschlossenheit gegenüber Gott, der einen sonst mit Leben erfüllt“.[3] 

Ein deutsches Äquivalent ist schwer zu finden. Der Begriff der „Trägheit des Herzens“ kommt jedenfalls dem Gemeinten wesentlich näher als die häufige, jedoch unzutreffende Übersetzung mit „Faulheit“. Sie wird auch als traurige Trägheit vor großen Anforderungen umschrieben.[1] Zur Acedia gehört auch ein Gemütszustand innerhalb des Bedeutungshofs der Traurigkeit, der Melancholie und des Überdrusses. Pathologisch ist die Abgrenzung zu einer krankhaften Depression zu beachten.

Die sechs „Töchter der Acedia“ (filiæ acediæ) sind nach Gregorius bei dem Kirchenlehrer Thomas von Aquin:[5]

  • Malitia (Bosheit)

  • Rancor (Groll, Auflehnung)

  • Pusillanimitas (Kleinmütigkeit)

  • Desperatio (Verzweiflung)

  • Torpor circa præcepta (stumpfe Gleichgültigkeit gegenüber den Geboten bzw. Vorschriften)

  • Vagatio mentis circa illicita (Schweifung des Geistes in Richtung des Unerlaubten)[6]

 

Source: Acedia – Wikipedia

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