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03.2016 / Everything Nice

man guckt sich um, linksrechtslinks, wer noch sidebyside ist: checkliste raus und dort bei denen ein kreuz machen, die mit dir richtung zukunft spurten, dabei gleichzeitig eine intensive, herausfordernde konversation halten und dich gleichzeitig mit ihrer gelassenheit umhauen können. sie laufen nicht neben dir, sondern ein bisschen vor dir, sodass du immer das gefühl hast, auch ein bisschen räuber und ganz arm zu spielen.

währenddessen schlender ich, in meinem eigenen rythmus, manchmal pirouetten drehend und manchmal stehenbleibend um eine kleine ranunkel zu pflücken, neben dir her, bis du weg bist. ich versuch zwar hier und da durch einen kleinen sprint aufzuholen, und anfangs, als die distanz noch nicht so groß war, hast du dich noch umgedreht nach mir und gewunken und gezogen und gerufen, damit ich auf dein level wiederkomme. ich würde doch so gerne! aber ich kann nicht, denn meine sidekicks sind alle noch hier, wir tapsen und tanzen im dunkeln zusammen, und auch wenn wir uns nichts mehr zu sagen haben, aber hier kommt keiner außer Atem.

ach so, das reicht dir nicht.
die magic: gone.

man muss dir das konzept der gelassenheit verkaufen.
dir diese schlenderei schön machen.
mit deiner aufmerksamkeit und deinem verstand flirten.

aber die zeit der kollektiven super-sales ist vorbei. run forest trump, run.

hier eine kleine weisheit auf deinem weg durch’s etappenziel: du wirst schnell langsamer und merken, dass die zombies immer noch hinter dir her krepeln und dann wirst du müde in unsere lachenden arme fallen und nichts zu sagen haben, also kannst du dein maul auch jetzt schon halten und so schnell rennen, wie du kannst. gönn dir die 1-5 minuten dort, wo man sich noch aussuchen kann, wer man sein möchte.

(City Life, Thoughts)