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05.2014 / Mehr als Tempelhof

Deutlicher gesagt: “Na gut, das muss ich jetzt zähneknirschend akzeptieren, schade aber, dass sich die Berlinerinnen und Berliner gegen bezahlbaren Wohnraum in der Innenstadt entschieden haben.”Und das ist eine Frechheit.Denn seit Jahren schauen eben diese Berlinerinnen und Berliner machtlos dabei zu, wie ihnen bezahlbarer Wohnraum genommen wird. Seit Jahren werden Nachbarschaften durch Investoren zerstört, denen das bestehende soziale Gefüge völlig egal sein kann, weil sie diesem in keiner Weise verpflichtet sind. Seit Jahren werden Mieterinnen und Mieter verstärkt von Wohnungsbesitzerinnen und -besitzern wegen deren Eigenbedarf aus den Wohnungen geworfen, nicht selten sind diese wenig später Ferienwohnungen, mit denen sich durchaus das Vierfache der herkömmlichen Miete einnehmen lässt.

via Als ginge es nur um das Tempelhofer Feld « SPREEBLICK.

Der Volksentscheid zum Bebauungsplan Tempelhof war nichts weiter als schmierige Lobbyarbeit, um von den Tatsachen abzulenken. Während sich die Leute darüber streiten, ob das Feld nun bebaut werden darf oder nicht, um dringend benötigten Wohnraum zu errichten, redet keiner mehr darüber, was man eigentlich an den politischen Tatsachen ändern könnte. Vier Jahre Regierungszeit – was soll’s uns danach kümmern, was kommt – , und eine Diskussion, die zermürben soll und lediglich Energie verschwendet. Nun haben die Politiker natürlich ihre Rechtfertigung, um noch mehr Scheisse anzustellen, immer schön mit den mahnenden Zeigefinger á la “Das muss jetzt so, weil ihr ja damals nicht den Tempelhof bebauen lassen wolltet!”.

 

(Berlin, News)