nah : 03.2017 : notiz 2017-33 (Advertising)

1- ich habe festgestellt, dass die resonanz von menschen, die direkter empfänger von geteilten beiträgen – memes, videos, etc – gefühlt 3000% warmherziger, direkter und unmittelbarer war. (clickrate 100%, opening-time: within 1 hour) damit gewinnt diese direct marketing strategie gegenüber allen anderen probaten mitteln.

2- die direkte kommunikationsmöglichkeit und die damit einhergehende peer-to-peer feedback-option führt nicht nur zu positiver resonanz, was den absender oft dazu zwingt, die geteilten inhalte anhand des sozialen profils seines empfängers zu kuratieren. obwohl auch – trotz negativem feedback (“wieso schickst du mir das”) – die clickrate beständig über 95% bleibt, werden die inhalte auf das gefallen und die persönlichen bedürfnisse des empfängers nach und nach angepasst, um weiterhin einen stabilen social channel zu gewährleisten.

3- die direkte ansprache und die kuration der geteilten inhalte sind indessen nur ergänzungen zu einer bereits bestehenden, sozialen grundlage. um den absender als qualifizierten teiler zu authentifizieren, sind strukturen von zuneigung, respekt, aber auch lediglich bekanntschaft oder reputation obligatorisch.

4- es erübrigt sich womöglich die feststellung, dass in folge dieser punkte jeder zu einem sogenannten influencer avancieren kann. ein weiterer vorteil ist die fortwährende garantie der sozialen komponente (zuneigung, freundschaft, etc), da im besten Fall durch jede (kuratierte!) inhaltsvermittlung eine direkte ansprache sowie eine auf den empfänger zugeschnittene empfehlung ausgesprochen wird, welche allgemein als aufmerksamkeit und rücksicht geschätzt wird. so werden mitnichten soziale strukturen aufgehoben und ökonomisiert, sondern auch gestärkt: der absender geht auf das profil, die interessen und die launen des empfängers ein. der empfänger weiß diese bearbeitung seiner persönlichkeit zu schätzen.

5. um sowohl den ökonomischen wie auch den sozialen effekt zu erreichen, muss die delivery der direct marketing kampagne stimmen: eine direkte ansprache sowie eine gezieltes persönlichkeits-targeting sind bestandteil des absender-inhalts. es muss ganz exakt ein zusammenhang zwischen inhalt und empfänger hergestellt werden, der das teilen und vermitteln der inhalte aus der perspektive des absenders rechtfertigt.

6. ein natürliches, aber substanzielles bottleneck dieser methode mag die unzureichende quantitative performance sein, die aufgrund der beschränkten sozialen kontakte und des limitierten vorwissens um die bedürfnisse/interessen des empfängers besteht, kurzum: nicht alle inhalte können in einem kleinen pool platziert werden, weil sie nicht alle passen. allerdings steht dem eine hohe conversion rate entgegen, also das tatsächliche verfolgen der empfehlung sowie der daraus resultierende abschluss.