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12.2016 / Share Deals auf dem Berliner Immobilienmarkt: Düstere Geschäfte

Ein Haus gewinnbringend zu verkaufen, ist ein gutes Geschäft. Es wird noch besser, wenn man schon im Einkauf Steuern sparen kann: Hier steht Taliesin exemplarisch für eine Tendenz, die für immer mehr Unbehagen bei Steuerbehörden und Privatkäufern sorgt. Während in vielen Städten die Grunderwerbssteuer für Käufer einzelner Wohnungen – darunter auch die Kunden, die sich in nicht allzu ferner Zukunft ein Stück aus Taliesins sorgsam filettierten Beständen sichern werden – steigt und steigt, zahlen Player wie Taliesin die sechs Prozent, die gerade etwa in Berlin anfallen, einfach – genau – gar nicht.Denn statt Gebäude kaufen Firmen wie Taliesin längst andere Firmen, die Gebäude besitzen. Zumindest teilweise. Der Kniff: Wenn sie von der Firma maximal 95 Prozent kaufen, ist keine Grunderwerbsteuer fällig, da sie ja kein vollständiges Gebäude gekauft haben. Die einzige Bedingung: Die restlichen, mindestens fünf Prozent muss eine Firma kaufen, die keine Verbindung zur ersten hat. Berlin entgehen dadurch laut einer Studie der Beratungsfirma Aengelvelt, die die „Immobilien Zeitung“ zitiert, circa 200 Millionen Euro Steuern pro Jahr; allein 2015 wurden hier Immobilien im Wert von vier Milliarden Euro als Share Deal gekauft. Tendenz steigend.

Source: Share Deals auf dem Berliner Immobilienmarkt: Düstere Geschäfte – Berlin – Tagesspiegel

(Berlin, City Life, Culture & Sociology)