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06.2014 / Zeit für das Leben abseits des Geldverdienens

Dabei gibt es Menschen, die auf diesem Weg schon einmal vorangegangen sind. Für mein Buch »Hartz IV und wir – Protokolle« habe ich mit einem Dutzend von ihnen gesprochen: Musiker, Modedesignerinnen, Philosophen, Schauspielerinnen, Programmierer, Regisseurinnen und Teilzeit-Drogendealer. Sie haben sich mit Hartz IV die Freiheit verschafft, sich Dingen zu widmen, die ihnen wichtiger sind als Erwerbsarbeit. Sie haben sich gegen Konzernkarrieren entschieden und sind nicht bereit, ihr Leben dem Job zu opfern. Sie wollen so arbeiten, dass ihnen genügend Zeit für das Leben abseits des Geldverdienens bleibt. Und manchmal wollen und können sie entgegen aller herrschenden neoliberalen Funktionsgebote für einen gewissen Zeitraum auch gar nicht arbeiten.

Hartz 4 und wir

(Culture & Sociology)